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Mittwoch, 3. Oktober 2018

Bananen- Avocado- und Pineapple ernten

Spannende Arbeit für einen hawaiianischen Österreicher!

Wird eine gute und üppige (5 Bünde) Ernte in ein paar Tagen auf meiner Banana Road
Teil meiner Arbeit in meinem hawaiianischen Garten ist natürlich auch die Ernte und Verarbeitung von Früchten und Gemüse. Im langfristigen Programm habe ich ja auch Änderung betreffend der Bäume und Stauden vorgenommen, darauf Rücksicht nehmend, dass ich oft länger fort bin. Das wirkt sich jetzt aus. Es ist sich auch heuer wieder gut ausgegangen, dass ich die Ernte und deren Verwertung machen kann.

Tolle Avocados heuer!
Ein Grundsatz meiner Gartenarbeit in Österreich wie in Hawai'i ist, dass ich die Arbeit wegen der Freude am Tun mache und nicht wegen des Ergebnisses. Trotzdem muss ich natürlich das Ergebnis (die Ernte: Menge und Zeit) im Auge behalten, hie wie da. Denn es geht halt auch darum, dass die Gärten eine Zeit ohne mich auskommen müssen und dass ich oft niemand hab' der die Ernte machen würde. So räume ich meinen österreichischen Garten oft Ende August ab, mache das Gemüse haltbar und lagere es im Keller. Den Rest bitte ich meine Nachbarn zu ernten.
Avocadoernte wird wohl auch üppig ausfallen.
Hier in meinem hawaiianischen Garten ist es ähnlich, unter Berücksichtigung des Umstandes, dass wir ganzjährig über frisches Obst und Gemüse verfügen, weil wir keinen Winter in unserem mitteleuropäischen Sinn haben. Haltbarmachen, außer bei Marmelade, macht daher nicht so viel Sinn. Die Verwertung läuft daher eher als Tausch mit ohana&frienz (Familie und Freunden) und als Spende an die "food pantry" meiner Kirche. Wir versorgen da viele Homeless (wo wir viele haben) und Arme (gibt's auch immer genug). Wir haben ja hier ein grundsätzlich anderes Sozialsystem  als in Österreich und da macht das Sinn.
Sehr scharfer Chili ....
Die Pineapple die ich geerntet habe, konnte ich selber essen - war ja net so viel :)! Mit der Bananenernte bin ich bald durch. Bananen haltbar zu machen ist so gut wie unmöglich. Das meiste habe ich weggeben und einen Teil für Banana Bread und Smoothies eingefroren.
Die Avocadoernte beginnt eben erst. Da hab ich heuer sehr viele an den Bäumen. Werden wohl mehrere hundert sein.
.... und Habanero
Ansonsten beginne ich nun auch die Gemüseproduktion. Habanero, Chili, Gurken und Paradeiser hab ich schon gepflanzt. In Pflanzkisten gesäht hab' ich noch Bok Choy, Gay Choy, chinese Mustard und andere asiatische Gemüse. Bei den Gemüsen wird es mir gelingen, zumindest am Anfang noch die Ernte zu genießen, bin ja noch 150 Tage in etwa da. Ansonsten werden es meine Nachbarn hier ernten - wie gesagt, haltbarmachen hat keinen Sinn - da es auf Grund des milden hawaiianischen Winters ja gut weiter wachsen kann.
Mehr Bilder....



Montag, 10. September 2018

Wieder da

Ich will meinen Garten wieder!

Nach meiner langen Abwesenheit wieder üppig!

Jene, die mir schon länger folgen wissen es: Ich muss mir den Garten jedes Jahr neu erarbeiten hier in Hawai'i. Die tollen Bedingungen für Pflanzenwachstum gelten nicht nur für Nutzpflanzern, sondern auch für Wildkräuter. Da ich es aber als Gnade erachte auf diesem tollen Flecken Erde gärtnern zu dürfen, mache ich es gerne. Ich sagte es schon, dass ich das Gefühl habe als hätte Gott mit seinem Finger hier die Erde berührt. Ich liebe diesen Flecken mehr als ich sagen kann.

Zuerst der Weed Whacker - Job...
Es ist ein alter Joke. Frage: Was ist die wichtigste Flüssigkeit im Hausgarten?" - Antwort: "Gärtners Schweiß". Dass ich dieses Land so sehr liebe und ich es als Segen empfinde hier arbeiten zu dürfen, bedeutet jetzt nicht auch gleich, dass alles Spaß macht. Ich war wieder länger weg und hier im tropischen Regenwald heißt das, die Natur nimmt sich wieder, was eigentlich ohnehin ihr gehört.
Auch ohne besondere Vorliebe für Gartenzwerge und English Lawn ist es meistens schweißtreibend - wieder an seine Gartenbeete, das Gemüse und seine Früchte zu kommen und zumindest einen Teil des Gartens gut begehbar zu machen.
Wildkräuterwuchs sehr gut...
Wie wir von der Natur hier gelernt haben, vom tropischen Regenwald, dem uns umgebenden Dschungle und dem Vulkan auf dem wir leben, ist die Methode die die Hawaiianer immer schon anwandten die beste: Going with the flow. Da scheiden die europäische Methoden von geometrisch geformten, fein geharkten und militärisch ausgerichteten Beeten und Pflanzen schon einmal aus. Auch die Aufsicht von Gartenzwergen.
... die Pinapple auch!
Die mir auch auf anderen Medien folgen wissen, dass ich auch in Österreich einen Garten betreibe. Unterschiedlicher könnte das Arbeiten nicht sein. Ich freu mich, wieder mit Euch verbunden zu sein und meine Posts vor allem meine Arbeit mit Euch zu teilen und zu diskutieren.
.


Das fordert Handarbeit, mit Lederhandschuhen ...
... den die Blätter sind spitz und stechen!





Samstag, 11. November 2017

Garden news at pacific winter!

Winter ist nicht Winter


"Heliconia-garden" in the Jungle

Der Winter in Österreich und der pazifische Winter in Pāhoa unterscheiden sich grundsätzlich. Es ist daher auch die Gartenarbeit eine andere. Derzeit beschäftigt mich mein kleiner Heliconia-Garten, den ich mir im Dschungel hinten frei gemacht habe.

Ein kleiner, nicht leicht begehbarer Pfad ....

Eigentlich wollte ich den Platz nur als ein gemütliches und geheimes Plätzchen (persönliches Refugium) herrichten, aber jetzt habe ich mich entschlossen, zumindest Kürbis und ein paar Melonenpflanzen zu setzten - stört ja nicht! Heliconien und Bananenstauden sind sowieso schon da. Mehr will ich da nicht tun, denn ich bin dann eine Zeit nicht da, weil ich in Österreich bin und dann ist das Freihalten nicht so einfach.

.... bevor sich der Platz auftut.
Auf einem kleinen "jungle path" geht es in den Hintergarten, wo ich - der erwarteten Sonneneinstrahlung gemäß - einen kleinen Platz gerodet habe. Soviel halt, dass ihn sich der Dschungel während meiner Abwesenheit nicht ganz zurückholen wird und dann bin i eh wieder da.
An sich möchte ich nicht, dass der Heliconiagarten klar einsehbar ist. Die Bananenstauden und Heliconien die da stehen sind sehr gut, denn sie halten andere  Dschungelgewächse etwas zurück. Also rechne ich nicht damit, dass sich der Dschungel den Platz wieder komplett zurückholen kann während meiner Abwesenheit. Da tut der Kürbis und die Melonen ein Übriges, weil sie den Boden gut bedecken.
Die Heliconien und Bananenstauden sind da eher nützlich.
Schnecken, Zikaden, ...
... kleine Frösche und große Kröten...
 Ich musste etwas "garden soil" einbringen, was gar nicht so einfach ist, weil Gartenerde wie in meinem österreichischen Garten habe ich ja nicht. Ein Konglomerat aus zerkleinerter Lava durchsetzt mit Sachen aus meinem "Compost-Bin" und einem "Compost-Pile" den ich bei den Rodungen angelegt hatte, ist was ich habe. Grundsätzlich funktioniert das gut und ist sehr fruchtbar, wenn man es nicht zu sehr überfordert, auszehrt und mit Compost so bald wie möglich nachfüttert. Es ist halt etwas sehr anders als in meinem österreichischen Garten.
Nacktschnecken hamma a!
Schwieriges Konglomerat doch fruchtbar - "going with the flow"
Wichtig auch: Den Platz erhalten und nicht zupflastern mit Gemüse
...Geckos!
Zum Schluss hab ich es jetzt gut hingekriegt und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das Titelfoto zeigt ja schon, dass es sehr gut gelungen ist. Was natürlich auch Hawai'i geschuldet ist, ist die Art und Weise der Anlage. Da gibt's keine geraden Linien und "strammen" Gartenbeete, sondern wie wir von den Vulkanen und unserer Umwelt hier gelernt haben, ist es besser "going with the flow" zu betreiben. Das ist hier am Rand des Dschungels im tropischen Regenwald das Beste. Erstens ist es dem Gelände angepasst, das sich aus den Einflüssen der Jahrzehnte gebildet hat, zweitens ist es sehr rücksichtvoll dem Dschungel gegenüber, weil es keinen Platz beansprucht den man nicht dringend braucht und drittens lässt es den Tieren hier - hauptsächlich Fröschen, Kröten, Geckos, Zikaden und ähnlichem - genug Raum. Das hat sich hier berwährt, wie ich von meinen Freunden und der japanischen Familie die vorher hier lebte und den Garten eigentlich angelegt hatte, weiß.
Zeit für die Vorbereitungen meiner Abwesenheit
von meinem geliebten hawaiianischen Garten.
Ich persönlich muss mich auch natürlich danach richten, dass ich nicht die ganze Zeit da bin und nicht meinen Buddies eine zusätzliche Arbeit da lasse, die nur schwer zu bewältigen ist. Ich mach das daher gewöhnlich so, dass was ich hinterlasse gute Zeit ohne mich auskommt und mit ganz wenig Aufwand von meinen Freunden gehalten werden kann, bis ich wiederkomm. Das funktioniert an sich ganz gut und wird von ihnen akzeptiert.
Heuer krieg ich das zusätzliche Problem, dass ichetwas länger weg bin, weil ich schon am 5. Dezember nach Honolulu flieg und von da am 12. nach Österreich. Ich bin also fast zwei Monate länger weg. Das macht mir ein bisschen Sorge - und nicht nur mir! Also muss ich diesen Garten und der Heliconia Garden ist ja nur der kleinste Teil, aber auch den restlichen Garten, entsprechend vorbereiten. (Dazu mehr im nächsten Post!)









Dienstag, 17. Oktober 2017

At the edge of jungle!

Ziele und erste Ergebnisse: Herbst/Winter 2017-2018


Schaut schon wieder ganz gut aus! :)
Grundsätzlich hatte ich mich entschlossen, die Arbeit am Blog abzuspecken und mit Facebook und G+ das Auslangen zu finden. Nach sehr vielen Aufmunterungen meiner Familie, Freunde und allen anderen Lesern habe ich mich aber entschieden, den Blog weiter zu betreiben. Es wird also künftig wieder mehr Posts von mir und versprochen - auch zuverlässiger!
Das "gardening" Project in meiner hawaiianischen Heimat geht weiter und mach nach wie vor Spaß. Meine Abwesenheit vonn hier führt natürlich dazu, immer wieder auch den Status herzustellen, der mir ermöglicht, mich wieder intensiver mit den Dingen zu beschäftigen.

Den Status wieder verbessern .... und verlorenes Terrain
wieder gewinnen!

At the edge of jungle!
Es ist natürlich hier ein ganz anderes Gärtnern, als ich es aus Bad Sauerbrunn (AUT) gewohnt bin. Heuer war es notwendig, die Beete wieder zu aktivieren. Der Vorteil hier ist aber, dass ich nachdem ich erst im März weg bin und es in dem Sinn keinen Winter (mit Eiseskälte) gibt, ich grundsätzlich schon fortsetzen kann und nicht neu aufbauen muss. Vieles von dem, was ich angefangen habe bis März, kann ich daher jetzt gut weiterentwickeln.
Die erste Arbeit heuer war daher, das in den 5 Monaten an den Dschungel  verlorene Terrain wieder zu gewinnen. Das ist wie ich meine gut gelungen und den Plan entwickeln wir ja bereits seit 2013/2014. Für mich ist das ja eine spannende Aufgabe.
weed whacking - requested!
Erste selbst gezogene
Papaya
Im Gemüsegarten habe ich mich hauptsächlich an die hier üblichen asiatischen Gemüse (Pak Choy, Gai Choy, Mizuno, chinese Mustard, usw.) gehalten, aber natürlich auch Paradeiser, Paprika, Gurken, Melanzani, Kürbis, Melonen, also das was ich auch in Sauerbrunn kultiviere.
Ein weiteres Gebiet dass sich hier für mich auftut ist die Forcierung von Früchten. Neben den großen Bäumen die ich habe, wie Mountain Apple, Avocado, Guava, Pineapple Guava, Tangerine, Orange konzerntriere ich mich auf Papaya und Pineapples, wie man unschwer feststellen kann. Hier habe ich in den letzten Jahren sehr viele neue Pflanzen gezogen und die Papaya auf dem Foto ist drei Jahre alt. Die Neue Generation wächst bereits heran, die Pflanzen sind pikiert und ich denke, dass ich sie im Herbst 2018 setzen kann.
Nach dem weed whacking-job siehts gut aus!
Die lange Pause im Blog zwingt mich dazu Dinge langatmig zu erklären, aber nachdems jetzt dann wieder öfter wird, wird's einfacher und kürzer. Aber einige Erklärungen mussten halt jetzt sein.
Ich hoffe ich konnte jetzt einmal einen guten und interessanten Einstieg bieten in mein hawaiianisches Leben. Die Verlinkung zu Bilderalben auf google foto folgt in Kürze! Es hat mich überrascht, wie viele Follower ich eigenbtlich habe, denn ich habe das nicht gewusst. Umso ernster werde ich die Sache jetzt nehmen - versprochen und großes Indianerehrenwort!
Der nächste Post wird sich aber weniger mit dem Garten als meinen hawaiianischen Wurzeln und Verbindungen beschäftigen.
Bilder zum Post








Samstag, 5. August 2017

Wieder da!

The adventure goes on!

Nach einer längeren Pause, bin ich wieder da! War ein bisserl busy in der letzten Zeit. Aber keine Sorgen, alle Projekte laufen gut und ich bin derzeit wieder in Vorbereitung auf einen längeren Aufenthalt in meiner Herzens-Heimat in Pāhoa. Ich bin halt ein Punatic und "jungle-boy". Mein letzter Aufenthalt von einem halben Jahr, der bis März 2017 gedauert hat,  hat das nur noch bestätigt und verfestigt. Mehr als je zuvor bin ich überzeugt, dass ich den Dschungel, den tropischen Regenwald und das ganze Drumherum brauche.

In wenigen Tagen breche ich zum nächsten Mal auf und freu mich schon irrsinnig auf Pāhoa, auf meine Freunde und meinen Garten.
Jetzt ist erst einmal Planung angesagt. Auf Grund einer Verletzung werde ich wohl heuer den Ka’ῡ Coffee Trail Run in Pāhala/HI auslassen müssen. Mein Training ist im Moment überhaupt ein wenig aus dem Normbereich. In Pāhoa habe ich aber ein paar gute Trainingsstrecken, die ich mir reinziehen werde. Also muss ich wahrscheinlich eines meiner großen Ziele abhaken, aber the Big Goal - der "2017 Honolulu Marathon" am 2017/12/10 - bleibt unverändert auf der Agenda! Meine Meinung hab ich sowieso nicht geändert, sodass mein Ziele mit leichten Adaptierungen die gleichen bleiben. Altersbedingt muss ich natürlich Abstriche machen und manchmal Zugeständnisse. Das hält mich nicht auf die ganz großen Pläne zu wälzen und meiner Attitude fürs Laufen treu zu bleiben.
Ich freu mich also schon irrsinnig wieder darauf mit Euch allen verbunden zu sein - auch über die vielen Meilen, wenn ich dann wieder in Pāhoa/Puna bin.
 

Freitag, 30. September 2016

My Hawaiian Gardening Project 2017

Fortsetzung oder Neubeginn ???

Mehrere Pineapple-Beete im Garten verteilt.

Wie in den Jahren zuvor, habe ich natürlich auch heuer wieder vor, den Garten entsprechend zu bearbeiten und das Gärtnern in Hawai'i zu genießen. (siehe ältere Posts) Ich war ein halbes Jahr nicht da und Hawai'i ist nun mal anders, ganz besonders der District Puna und natürlich mein geliebtes Pāhoa. Die Ostseite des Kilauea, der seit 1983 ununterbrochen ausgebrochen ist und aus dem seither dauernd Lava rinnt, ist auch für Hawai'i untypisch. Es ist halt tropischer Regenwald, auch  Dschungel, in dem ich hier lebe und gärtnere. Temperaturen, Luftfeuchtigkeit, klimatische Bedingungen mit tropischen Regenfällen, Tropenstürmen, Hurricans, usw., verlangen eine besondere Anpassung der Arbeitsweisen, wenn man wie ich aus der gemäßigten Zone kommt.
Die Natur holt sich das was von uns nicht beansprucht wird zurück und das geschieht hier in einem atemberaubenden Tempo. Das bedeutet, dass man was man nicht intensiv bearbeiten will entweder entsprechend konserviert, oder neu beginnen muss.

Wichtiger als in meinem österreichischen Garten ist es hier, sich rechtzeitig zu überlegen, was man später auch behalten, erhalten und bearbeiten kann. Denn die Fruchtbarkeit hier an der Ostseite des Kilauea gilt selbstverstänlich nicht nur für Kulturpflanzen. Wir leben hier in den Tropen und das ist zu bedenken.
Sehr viel Arbeit ist geschehen: Konservierung und
Kompost eingearbeitet.
Nicht jedem macht Gartenarbeit gleich viel Spaß. Aber ich fühle mich gesegnet, hier auf dieser Insel die ich so sehr liebe, das machen zu dürfen. Meine Freunde hier haben da nix dagegen! Um die Dinge zu erhalten und zu konservieren, so wie ich sie vorbereitet hatte,  haben David, Arjuna und Jon sehr hart gearbeitet. Wenn auch die Beete devastiert aussehen, das Gegenteil ist der Fall. Sie wurden gut konserviert und die Gartenerde mit Kompost entsprechend verbessert. Das macht es nach meiner Abwesenheit und der jetzigen Rückkehr erst möglich, fortzusetzen.
Wie in den Jahren davor, habe ich mir vorgenommen, auch heuer wieder hauptächlich asiatische Gemüse zu pflanzen, aber doch auch Bohnen, Paradeiser, Grünkohl, Markstammkohl, Paprika und Moschus-Melone. Ansonsten sind es eher Kai Choy, Gai Choy, Shiso (Sesamblatt), Choy Sum und Tatsoi.
My Papaya-Tree
Hauptsächlich asiatische Kohlsorten aus dem
japanischern und chinesischen Bereich
Die Früchte des Gartens kommen von  mehrjährigen Gewächsen und Bäumen, die kultiviert werden müssen, wie Pineapple (Hawai'i Ananas), Papaya, Guave, Pinapple-Guave, Mountain Apple, Bananen, Orangen, Starfruit, Mandarinen, Avocado und dergleichen mehr. Nachdem das hier auch eine Spielwiese von Monsanto ist, muss man sich immer wieder bemühen, alte Sorten zu bekommen. Zwar muss ich mich dann mit den Schädlingen herumschlagen, die gibt's ja auch im Paradies, dafür kann ich bestimmen, dass meine Früchte und Gemüse gentechnikfrei sind, nicht gespritzt werden und auch nicht mit Kunstdünger aufgepäppelt. Es gibt halt auch hier die Dinge, die schon zu Hause lästig sind und das sind Nacktschnecken und Teile der industrialisierten Landwirtschaft - die kriegen wir nicht mehr weg!
Nachdem ich bis Anfang März hier bin und eine folgende Planung noch nicht gemacht habe, tu ich einmal so wie zu Hause im Garten. Ich mach alles als würde ich hier bleiben und hinterlasse das dann denen die es mögen. Das hat bisher immer gut funktioniert und mit David und Jon gibt es ja jemand, der das mag. Wenn ich recht informiert bin kommt Arjuna auch wieder, der ist Gärtner, wenn er da ist eine echte Stütze weil er sehr viel Ahnung davon hat und sich in die Dinge verbeißt.

Mir ist klar, dass die Posts zum "My Hawaiian Gardening Project 2017" ein Minderheitenprogramm sind Aber auch die Jahre davor hat es Interessenten gegeben, denen ich auch heuer wieder die Freude machen will.
Die Bilder zu den Posts aus dem "Gardening Project 2017" gibt's wieder in einem eigenen Ordner.

Dienstag, 27. Oktober 2015

My hawaiian Garden

Die Evolution des anderen Gartens

Der Gemüsegarten

Ich kanns ja nicht vergessen, denn ich gehe ja auf der Lava, dass ich auf einem ganz dünnen Gartenboden arbeite. Und trotzdem, die Natur arbeitet hier in Puna,  in meinem Garten in Pahoa in einer Art und Weise, dass man demütig und ehrfürchtig wird . In einem sehr anfälligen Konglomerat, entstehen hier gemessen an Fruchtbarkeit und Zeit, kleine Wunder. Ich muss sehr viel anders als in meinem Garten in Österreich denken und arbeiten. Dieser Boden ist unheimlich freigiebig - aber labil. Allerdings, daran ändert sich nichts, die wichtigste Flüssigkeit in einem Garten ist Gärtnerschweiß.

Der Papaya gehts sichtlich gut
Wie berichtet, war nach dem heißen Sommer viel zu tun, weil viel kaputt geworden ist. Ich hab' mich schuldig gemacht, lange nicht berichtet zu haben. Jetzt will ich aber denen, die interessiert sind, den nächsten Bericht übermitteln.

In drei Bereichen bin ich in meinem hawaiianischen Garten am Werken. Erstens, ich versuche den tropischen Regenwald im Zaum zu halten und den ehemaligen japanischen Garten im Dschungel wiederzufinden. Zweitens, pflege ich die und Pflanzen, die Früchte tragen wie Manderinen, Bananen, Avocado, Lilikoi (Passionsfrucht), Guaven, Pineappleguave, Pineapple, Orangen, Mountain Apple, Papaya und viele mehr und versuche auch neue zu pflanzen. Drittens konzentriere ich mich auf Gemüse, wie zu Hause auch, aber vermehrt auf asiatische Kohlgemüse, weil ich das gerne mag. Daraus ergibt sich der Plan.

Die Rodungsarbeiten nehmen einen guten Weg und der ehemalige japanische Garten wird mehr und mehr wieder sichtbar. Hier besteht das Problem, dass der tropische Regenwald nicht wartet, bis ich aus Bad Sauerbrunn wiederkommen kann und so beginne ich an manchen Plätzen eigentlich jedes Jahr neu. Aber es geht voran und die Fortschritte sind gut zu sehen.

Beim Gemüse war es de facto ein Neuanfang. Der auch hier in Hawai'i, außerordentlich heiße und trockene Sommer, hat den mehrjährigen Gemüsen den Garaus gemacht. Was ich jetzt mache ist halt eine Produktion zum Selberessen von jetzt an bis ich mit Jutta im Jänner wiederkomme und dann halt für die anderen Genießer meiner gärtnerischen Tätigkeit.

Bok Choy ist wie auch andere asiatische Kohlarten mit kurzer Vegetationszeit erntereif. Das macht man hier, weil das Gemüse schnell wächst, aber auch schnell verdirbt eher so, dass man die Außenblätter wie beim Pflücksalat laufend erntet, bis die Pflanze an sich erschöpft ist. Das erscheint mir sehr sinnvoll und ehrlich gesagt, ist die gesamte Ernte besser. Denn schließlich und endlich wird nicht geerntet und verbraucht und viel weggeworfen, sondern genommen was man notwendig hat und die Pflanze wächst weiter.
Die Bohnen sind inzwischen auch erntereif.
Erstaunlich ist die Geschwindigkeit in der das Gemüse jetzt erntereif wurde, denn man bedenke, ich bin erst seit knapp 40 Tagen da und hab mich hier keinesfalls auf's Gemüseproduzieren verlegt.
Für mich ist die Arbeit auf alle Fälle sehr interessant und ich bin wirklich begeistert von dem was ich hier an gärtnerischem In-put erlebe. Ich freue mich jeden Tag wieder, in diesem gesegneten Teil der Erde etwas tun zu dürfen, dass mir zu Hause auch Spaß macht. Was sich zeigt ist, wenn man mit den Dingen zu leben versucht, lernt man Wunder kennen.
So gesehen zeigt mir mein hawaiianischer Garten, wie groß diese Schöpfung ist, wie gleich die Dinge sind und doch wie different. Das macht mich gläubig, ehrfürchtig und demütig. Mag sein, dass das in der digitalen Zeit Begriffe sind, die nicht mehr wo geläufig sind. Mir bedeuten sie viel.
Selbstverständlich werde ich weiter berichten, auch in der Ausführlichkeit, denn die Menschen die es interessiert, werden sich gerne die Zeit nehmen, das zu lesen. Einen "tweet" müssen Sie geneigter Leser wo anders suchen.

Mehr Fotos ...




Montag, 14. September 2015

Der andere Garten

Nach kurzer Trennung ein neuer Beginn


My really wonderful Heliconia. (Crabclow - Heliconia rostrata)
 
Das der heurige Bericht meines Hawai'i Aufenthaltes mit dem Garten in Pahoa beginnt, hat mehrere Gründe. Der wichtigste Grund ist, weil ich ihn über alles liebe. Während ich im Vorjahr noch soviel zu lernen hatte, dass ich eigentlich nichts tun konnte, werde ich heuer gärtnern was das Zeug hält. Und wie's im Leben so ist - weiterlernen.


Wie bei uns, war auch in Hawai'i ein super Sommer, mit viel Sonne, sehr heiß und wenig Regen. Das hat dem Garten ordentlich zugesetzt. Der Kürbis den ich letztes Jahr gesetzt habe ist toll geworden, aber aufgegessen und die Pflanze hat den Sommer nicht überstanden. Ebenso dem Sommer zum Opfer gefallen sind die wundervollen Bohnen die wir hatten.


I found a new place for the pineapples...
Was ich am Gärtnern in Hawai'i liebe, ist dass es ein Gärtnerparadies ist. Wenn man den Finger in den Boden steckt, sollte man ihn schnell herausziehen, bevor er Wurzeln schlägt. Das hat aber auch eine andere Konsequenz, das was wir nocht so gerne mögen, wächst auch ganz ausgezeichnet. Und so werde ich auch heuer wieder mit Machete, Wheel Worker und anderen Gerätschaften versuchen, dass was sich der tropische Regenwald zurückholen will zumindest so weit in Zaum zu halten, dass auch der Garten überleben kann.

....and have sown new beans.
Für die mehrjährigen Pflanzen bedeutet dies und da gehören auch meine Bohnen dazu, dass ich jetzt einen neuen Platz suchen kann. Und es bedeutet, dass Raum geworden ist, den wir jetzt füllen können.
Die Beete werde ich also neu organisieren und in Absprache mit David bepflanzen. Dazu ist David bereits einkaufen gefahren und hat seine Lieblingsgemüsesorten mitgebracht. Dabei war er super gut aufgelegt und wenn das alles aufgeht und wir das kultivieren, dann können wir ab Oktober beginnend die Farmers Market als Verkäufer besuchen. Essen werden wir bei aller Freude daran nicht einmal einen Bruchteil können.


I'm preparing for even self grown veggies
Without GMO, poison or fertilizer.
For health not only cheap and only to fill stomach.
Aber es geht ja auch in erster Linie darum frisches, selbst gezogenes Gemüse zu haben, das gentechnikfrei, ohne Gift und Dünger ist und nicht nur billig und den Magen füllt.

So gesehen werde ich den Garten genießen, das Gärtnern und wie's jetzt aussieht, auch tolles Gemüse.
Gott sei Dank haben die Obstbäume und die Obststräucher überlebt und so steht dem Genuß von Guave, Pineappleguave, Avocado, Lilikoi, Papaya, usw. nichts im Wege.
Mehr Bilder....


Für alle die neu sind und die die Geschichte interessiert, schließe ich hier die Links für die vorjährigen Posts an und den Link für die alten Fotos.
My Hawaiian Garden Project
Gärtnern im Paradies
Bilder 2014